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19.09.2020
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Verkehrsbetriebe

Tempo 500 von Tokyo nach Osaka
13.02.2020

Von: DMM


Japan plant den Aufbau eines neuen Bahnnetzes mit Magnetschwebe-Technologie. Dann sollen die Landesteile und Metropolen mit Maglev-Zügen mit Tempo 500 km/h verbunden werden.


Aktuell fahren die Shinkansen-Züge mit maximal 320 km/h von Großstadt zu Großstadt und das mit 99,99 %-Pünktlichkeit. Das Hochgeschwindigkeitssystem ist ein wichtiger Bestandteil der japanischen Infrastruktur und hat sich in den vergangenen Jahren auch in punkto Sicherheit bewährt. In den über 50 Betriebsjahren gab es keine Unfälle mit Verletzten oder gar Todesfällen. 2015 brach die Japan Railaway Group den weltweiten Geschwindigkeitsrekord im Zugverkehr durch den Einsatz einer Magnetschwebebahn der Serie L0. Der Zug flitzte mit 603 km/h über die Trasse. Nun will das Unternehmen den Ausbau des Maglev-Netzes weiter vorantreiben, sodass die neue Transporttechnologie im alltäglichen öffentlichen Verkehr zum Einsatz kommt.

Das Projekt trägt den Namen „Linear Project“. Den Anfang macht eine in Planung befindliche Strecke von Tokyo nach Nagoya und weiter bis nach Osaka. Die Reisezeit zwischen den Stadtzentren von Tokyo und Nagoya soll auf 40 Minuten schrumpfen, von Toyko nach Osaka sollen es nur noch 67 Minuten sein. Zum Vergleich: Die Shinkansen-Züge benötigen für die Distanz Tokyo-Osaka 150 Minuten. Die geplanten Maglev-Züge sollen auf Rädern abrollen, ab einer gewissen Geschwindigkeit (300 km/h) werden die Räder eingezogen und der Zug schwebt dann reibungsfrei über die Trasse.

Bis z.B. Geschäftsreisende die innovative Transportversion nutzen können, werden noch etliche Jahre ins Land ziehen. Denn erst muss Japan Railways die benötigte Infrastruktur zwischen Nagoya und Tokio bauen. Die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen; die Fortführung nach Osaka soll etwa 2037 vollendet sein. 86 % der Strecke sollen unterirdisch verlaufen, weil Erdbebengebiete umgangen werden müssen. Quelle: JR