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20.09.2020
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Politik

EBA und Universität zu Köln arbeiten an verkehrsträgerübergreifender Geodatenplattform
03.09.2020

Von: DZFS


Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND (Modernitätsfonds) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeiten das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) sowie das Geographische Institut der Universität zu Köln erstmals in einem Verbundvorhaben zusammen.


Das im Juli 2020 gestartete Projekt mHUB-B mit einer Laufzeit von 12 Monaten wird durch den mFUND des BMVI mit insgesamt 100.000 Euro gefördert.

Im BMVI und seinen nachgeordneten Behörden, beispielweise der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) oder dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), werden täglich viele Daten mit räumlichem Bezug erhoben. Im Rahmen des Projekts mHUB-B sollen diese Daten in einer verkehrsträger- und auch themenübergreifenden Geodatenplattform gebündelt werden, um die Bewertung verkehrspolitische Fragen zu erleichtern.

Zunächst soll durch eine Befragung der Bedarf potentieller Nutzer ermittelt werden. Aus der Bedarfsanalyse ergeben sich die erforderlichen Anwendungen und Analysewerkzeuge der Geodatenplattform. Der Anforderungskatalog wird hinsichtlich der technischen Umsetzung überprüft und bewertet. Die künftige Plattform soll das Potential haben, um über die primäre Anwendung innerhalb der Behörden hinaus verwendet werden zu können, in denen vor allem Fragestellungen aus der Umweltprüfung oder Planfeststellung bearbeitet werden. Mögliche andere Akteure sind Baufirmen, Planungsbüros und weitere Unternehmen aus den Bereichen Verkehr, Logistik und Umwelt.

Mit der Arbeitsgruppe „GIS und Fernerkundung“ am Geographischen Institut der Universität zu Köln hat das EBA den optimalen Projektpartner gefunden. Die Kölner Wissenschaftler setzen sich mit grundsätzlichen Themen zum Einsatz von Geoinformationssystemen (GIS) auseinander und sind vor allem auch Experten für langfristige Datenbereitstellung (Research Data Management) für inter-disziplinäre Großprojekte.