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15.11.2018
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Verkehrsbetriebe

Großbritannien: 350 Mio. GBP sollen Verspätung der Elizabeth-Line mildern
01.11.2018

Von: LokReport


Das britische Verkehrsministerium (DfT) hat dem Londoner Verkehrsverwalter Transport for London (TfL) ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 350 Mio. GBP gewährt, damit es das Crossrail-Projekt schneller abschließen kann.


Die Elizabeth Line (Crossrail) sollte im Dezember 2018 eröffnet werden, wird nun aber erst im Herbst 2019 in Betrieb gehen können. Die Kosten liegen 600 Mio. GBP (675 Mio. Euro) über dem Budget. Am 31. August 2018 gab Crossrail Limited, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Transport for London (TfL), bekannt, dass sich die geplante Eröffnung der Elizabeth-Linie verzögern wird, da sich die Ausrüstungsarbeiten verspätet haben.

TfL und das Department for Transport (DfT) haben eine unabhängige Überprüfung der Unternehmensführung von Crossrail und eine separate Überprüfung der Finanz- und Geschäftslage von Crossrail in Auftrag gegeben. Als vorläufige Maßnahme hat das DfT dem Bürgermeister von London am 26.10.18 für den Zeitraum 2018/19 insgesamt 350 Mio. GBP (394 Euro) zur Verfügung gestellt, um "sicherzustellen, dass die volle Dynamik hinter Crossrail erhalten bleibt".

Londons Transportkommissar Mike Brown sagte: "Die Bestätigung eines Zwischenfinanzierungspakets zwischen der Regierung und dem Bürgermeister von London wird es der Crossrail Ltd. ermöglichen, Bauarbeiten und wichtigen Tests zügig fortzusetzen, um die Elizabeth-Linie so schnell wie möglich für Passagiere zu öffnen. Die Mittel werden an die Crossrail Ltd. fließen, die die endgültige Ausrüstung der Tunnel, die Arbeiten an den Bahnhöfen und die umfangreichen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsprüfungen für die neuen Systeme durchführen wird.

Wir haben unabhängige Überprüfungen der Governance und Finanzierung der Crossrail Ltd. in Auftrag gegeben, um sicherzustellen, dass ihre Prognosen robust sind. Diese Überprüfungen werden von KPMG durchgeführt, und sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird von der Regierung und dem Bürgermeister von London eine vollständige Finanzierungsvereinbarung ausgearbeitet."