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13.12.2018
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Verkehrsbetriebe

Österreich: Land NÖ bestellt 500.000 Zug-km mehr auf Kremser- und Kamptalbahn
15.11.2018

Von: Lok Report


Den diesjährigen europäischen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 9. Dezember, nutzt das Land Niederösterreich, um auf der Kremser- und Kamptalbahn, der Erlauftal-, Traisental-, Puchberger- und Gutensteinerbahn umfassende Verbesserungen umzusetzen. So werden auf diesen Regionalbahnen insgesamt rund 500.000 Bahn-km pro Jahr mehr gefahren, das bedeutet ein Plus von 1,9 Mio. Sitzplätzen pro Jahr.


„Seit Dezember 2015 gab es auf der Kremser- und der Kamptalbahn eine Steigerung von rund 20 % bei den Fahrgastzahlen”, so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. „Das zeigt, wie wichtig die Stärkung dieser Verbindung ist. Wir müssen hier vorausschauend planen und das Angebot noch weiter ausbauen, um den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler gerecht zu werden“, so Schleritzko weiter.

Konkret werden durch die Investitionen des Landes Niederösterreich speziell auf der Strecke zwischen St. Pölten und Horn rund 171.000 Zug-km an Mehrleistungen erbracht. Das bedeutet, es werden fast 500.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen. „Um unsere Regionalbahn zu fördern, müssen die Fahrpläne logisch und zuverlässig sein. Daher sind Halbstunden- bzw. Stundentakte ein großer Gewinn für unsere Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger“, sind sich die VertreterInnen der Gemeinden entlang der Kremserbahn einig.

Verbesserungen auf der Kremserbahn und Kamptalbahn

Während MO-SO bisher nur zur Ausflugssaison ein ganztägiger Stundentakt mit Durchbindung von/nach St. Pölten vorzufinden war, wird der Stundentakt mit Dezember 2018 auf das ganze Jahr ausgeweitet. Darüber hinaus gibt es einen lückenlosen Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit zwischen St. Pölten und Krems.

Neben dem durchgehenden Stundentakt und der Verdichtung in den Rush Hours kommt mit 9. Dezember aber auch eine Ausweitung der Betriebszeiten zum Tragen. Durch den zusätzlichen Einsatz von Zügen kann künftig bis kurz nach 23 Uhr von St. Pölten nach Krems und auch umgekehrt von Krems in die Landeshauptstadt gefahren werden. Erarbeitet hat die Verbesserungen der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) im Auftrag des Landes Niederösterreich.

 

 

 

 

Maßnahmen im Detail

• Täglicher (also MO-SO) Stundentakt auf der Strecke St. Pölten – Herzogenburg – Krems – Hadersdorf – Horn

• MO-FR (werktags) fahren die Züge zw. 12 - 19 Uhr im Abschnitt St. Pölten – Krems im Halbstundentakt (ergänzend zum bestehenden Halbstundentakt in der morgendlichen Hauptverkehrszeit), die ½-stündlichen Verbindungen in der Hauptverkehrszeit nach Stiefern bzw. Gars-Thunau bleiben in bewährter Weise erhalten

• Verlängerung der Betriebszeiten im Abendverkehr um bis zu zwei Stunden durch zusätzliche Züge
– zwischen St. Pölten und Krems:
letzte tägliche Abfahrten um 23:05 Uhr ab St. Pölten bzw. 23:19 Uhr ab Krems
– letzte Abfahrt ab
Hadersdorf Richtung Horn bzw. Sigmundsherberg: werktags um 21:08 Uhr, am Wochenende um 20:08 Uhr
Gars: werktags um 21:24 Uhr, am Wochenende um 20:24 Uhr
Horn Richtung St. Pölten: täglich um 20:08 Uhr

• Zwischen Horn und Sigmundsherberg zusätzliche tägliche Verbindung pro Richtung am Vormittag und Anpassungen zur verbesserten Anbindung von Horn an die Franz-Josefs-Bahn Richtung Wien

• Alle Züge haben in Hadersdorf am Kamp bzw. Sigmundsherberg weiterhin kurze Umstiegszeiten von und nach Wien.

Vom Taktknoten St. Pölten aus gelangt man alle 30 Minuten mit dem Fernverkehr Richtung Wien, Linz oder Salzburg und zu vielen weiteren Zielen im In- und Ausland. Der tägliche Stundentakt ohne Taktlücken erleichtert vor allem am Wochenende die An- und Abreise im Ausflugs- und Freizeitverkehr (Kamptalradweg, Freibäder etc.) mit der Bahn. Zusätzlich kann die Verknüpfung mit dem Regionalbusverkehr in Horn verbessert werden.