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17.10.2019
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Industriereport

Dänemark: Fugro schafft für Banedanmark einen digitalen Zwilling des Schienennetzes
12.09.2019

Von: LOKReport


Der dänische Netzverwalter Banedanmark hat dem Geo-Informations-Dienstleister Fugro am 06.09.19 einen vierjährigen Rahmenvertrag über die zugbasierte Lidarabtastung seiner Infrastruktur mit dem firmeneigenen RILA-System für schnelle und genaue digitale Vermessungen erteilt.


Banedanmark verwaltet die öffentliche dänische Eisenbahninfrastruktur und ist für die Instandhaltung, Verkehrssteuerung und Entwicklung des größten Teils des dänischen Eisenbahnnetzes mit einer Gleislänge von über 3000 km verantwortlich. Ihre Priorität ist es, die Eisenbahn effizient, sicher und pünktlich zu halten, was genaue Daten über die Strecke und alle Objekte im Eisenbahnkorridor erfordert.

Die RILA-Zugvermessungstechnologie von Fugro wird verwendet, um gleichzeitig Lidardaten (Light Detecting And Ranging, Rückstrahlortung von Objekten) und Bilder des Gleises und der Umgebung zu erfassen und ein hochpräzises, informationsreiches Modell der dänischen Eisenbahninfrastruktur zu erstellen. Dieser so genannte "digitale Zwilling" soll es Banedanmark ermöglichen, alle Objekte zu erkennen, die mit ihrem Abstandsprofil der Eisenbahninfrastruktur in Konflikt stehen, und eine Lichtraumprofilkartierung durchzuführen, die für den sicheren Betrieb des Netzes unerlässlich ist.

Die Datenerhebung beginnt im Herbst 2019, gefolgt von einer vollständigen Netzwerkerfassung ab 2020. Die daraus resultierenden Datensätze werden in die bestehende Software von Banedanmark importiert und über das webbasierte RILA-Portal von Fugro zur Verfügung gestellt. Das Portal bietet einen Single Point of Truth (SPOT)-Datensatz, aus dem Benutzer Daten anzeigen und herunterladen, Assets inspizieren und analysieren sowie Werte aus Asset-Daten effizienter als je zuvor teilen und extrahieren können. Die Daten werden zur Gleisinstandhaltung, Anlagenmanagement, Landschaftsbau und Detailplanung durch die Bereiche Bau und Signaltechnik genutzt.

Bisher wurden bei Netzinfrastruktur-Erfassung traditionelle terrestrische Methoden verwendet, so dass die Verwendung von Lidar-Daten über eine mobile Plattform den Bedarf am Vermessern auf der Strecke drastisch reduzieren und eine beschleunigte Datenerfassung ermöglichen wird.