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05.07.2020
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Verkehrsbetriebe

Polen: Ab 2023 schneller über die Ausbaustrecke Posen-Stettin
21.05.2020

Von: Der Mobiliätsmanager


In Polen wird die Bahnliie E59 von Posen (Poznań Główny) nach Stettin (Szczecin) komplett neu gebaut. Auf der 187 km langen Ausbaustrecke werden neue Gleise, neue Oberleitungsanlagen und neue Signaltechnik installiert. Und 95 Brücken und Viadukte werden teils komplett neu aufgebaut, teils rekonstruiert. Sie führen u.a. über die Flüsse Warthe, Notec und Drawa.


Laut dem Infrastrukturunternehmen PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. wird die Baumaßnahme etwa 4 Mrd. PLN (ca. 870 Mio. Euro) kosten, die zur Hälfte aus dem EU-Programm „Connecting Europe“ gefördert wird. Bis Ende 2022 soll die leistungsfähige ABS dem Betrieb übergeben werden. Die zweigleisige Strecke wird dann mit 160 km/h befahrbar sein und somit die Reisezeit zwischen den beiden Metropolen Posen und Stettin um 50 Minuten erheblich verkürzen.

Im Zusammenhang mit den Bahntrassen und Brücken werden auch neue Straßen, Rad- und Gehwegeunterführungen entstehen. In Wronki wird die 193 m lange und 12 m breite Brücke über die Warta in Etappen neu gebaut. Die Unterwegsbahnhöfe bekommen moderne Bahnsteige, barrierefreie Zugänge mit Treppenaufgängen und Aufzügen. Die Um- und Neubaumaßnahmen an der Hochleistungsstrecke umfassen die drei Abschnitte  Poznań - Wronki, Wronki - Słonice, Słonice - Stettin Dąbie.

Für erforderliche Sicherheit soll u.a. ein innovatives Bahnleitsystem garantieren. Gesteuert wird die Strecke von zwei neuen Leitzentralen in Poznań und Stargard.