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16.04.2021
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Spanien: LAV Madrid-Galicia wird zum Herbst fertig, wenn kein Voodoo macht
08.04.2021

Von: LOKReport


Adif Alta Velocidad (Adif AV) hat Ende März die Belastungstests an den Viadukten und Unterführungen des 119,3 km langen Abschnitts Pedralba de la Pradería - Ourense der Hochgeschwindigkeitsstrecke (LAV Madrid-Galicia) erfolgreich abgeschlossen.

 

Mit den Tests am Viadukt über den Miño-Fluss in der Stadt Ourense ist die Phase abgeschlossen, in der 40 Belastungstests und 68 Hauptinspektionen an Bauwerken entlang des gesamten Abschnitts Pedralba - Ourense durchgeführt wurden, einschließlich der Anpassung der bestehenden Strecke Taboadela - Ourense.

Die für die Durchführung der Tests verwendeten Lasten bestanden aus zwei Lokomotiven und zehn mit Schotter beladenen Schüttgutwagen mit einem Gesamtgewicht von 953 t. Die mit diesen Lasten erreichten Höchstgeschwindigkeiten lagen bei 80 km/h.

Auch die weitere Entwicklung der Testphase dieses letzten Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsverbindung nach Galicien (Pedralba - Ourense) schreitet zügig voran und ist voll auf das Ziel ausgerichtet, alle Tests für die Inbetriebnahme in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 durchzuführen. Isabel Pardo de Vera, Präsidentin des spanischen Verwalters für Eisenbahninfrastrukturen (ADIF) glaubt, dass die AVE im Herbst fertig sein wird, "es sei denn, es gibt jemanden da draußen, der an uns Voodoo macht". Im Moment laufen die Tests aber "sehr gut" und es gibt keine größeren Zwischenfälle, sagte sie.

Zusätzlich zu den Belastungstests wurden im März dieses Jahres auch die Konkordanztests an den Stellwerken Porta de Galicia und Meamán abgeschlossen. Die Isolationstests an der Oberleitung zwischen Pedralba de la Pradería und Ourense sind ebenfalls abgeschlossen, und Tests an der Stromversorgung, Telekomminikation und dem GSM-R-Mobilfunk werden derzeit durchgeführt.

Ebenso sollen im Laufe des Aprils die Laborzüge von Adif (BT und Séneca) auf der neuen Infrastruktur fahren. Die ADIF verfügt über zwei BT-Einheiten zur Durchführung der Tests mit einer maximalen Geschwindigkeit von 200 km/h. Der Séneca, der mit bis zu 330 km/h deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen kann, soll in den nächsten Wochen auch nach Galicien kommen, um die Tests fortzusetzen.

Diese Züge werden die Qualität und Zuverlässigkeit der Infrastruktur und der Oberleitung mit dynamischen Gleis- und Fahrleitungsprüfungen prüfen. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, beginnen die internen Tests des ERTMS-Zugsteuerungssystems sowie die Kommunikationstests und alle Elemente der Fahrgastdienste des neuen Bahnhofs Porta de Galicia in der Gemeinde A Gudiña (Ourense).

Der 119,3 km lange Abschnitt Pedralba de la Pradería - Ourense lässt sich in zwei verschiedene Segmente unterteilen: den 103,9 km langen Neubau zwischen Pedralba und Taboadela (Ourense), einschließlich der Zweigstrecke zur Anbindung an das konventionelle Netz, und die Anpassung der bestehenden Strecke zwischen Taboadela und dem Bahnhof Ourense (15,4 km).

Etwa 80 % des Abschnitts Pedralba - Taboadela wurden aufgrund des zerklüfteten Geländes auf zwei unabhängigen, parallelen Plattformen gebaut, so dass entlang der Strecke Tunnel und große Viadukte vorherrschen.

Die LAV Madrid - Galicia wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die P.O. Galicia 2007-2013, die P.O. Kohäsionsfonds-ERDF 2007-2013 und die pluriregionale P.O. 2014-2020 Spaniens, Thematisches Ziel 7: Nachhaltiger Verkehr, kofinanziert. Diese Maßnahme kann durch die Fazilität "Connecting Europe" (CEF) kofinanziert werden.