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27.09.2021
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Verkehrsbetriebe

Österreich: Gewerkschaften fordern EU-einheitliche Ausbildungsstandards für Bahnpersonal
09.09.2021

Von: LOKReport


Ob der grenzüberschreitende Schienengüterverkehr tatsächlich Europa verbindet, wie dies der gestern (9.9.21) am Brenner haltende Connecting Europe Express (CEE) symbolträchtig zum europäischen Jahr der Schiene signalisieren sollte, wird auch davon abhängen, ob es gelingt, die dafür notwendigen Systeme zu vereinheitlichen und die Beschäftigungsbedingungen sowie Kompetenzen der mehr als eine Million Beschäftigten im europäischen Eisenbahnsektor nachhaltig zu gestalten.


Begleitend zum Festakt der italienischen Staatsbahn FS und der ÖBB am Brenner stellte daher die in der Europäischen Transportarbeiter Föderation (ETF) zusammengeschlossenen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaften aus Italien (Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti) und Österreich (Gewerkschaft vida) folgende Forderungen:

• Im Zuge der für 2022 geplanten Überarbeitung der europäischen Richtlinie zur Zertifizierung von Triebfahrzeugführern muss ein verbindlicher Rahmen mit einheitlichen Vorgaben betreffend Dauer und Qualität der Ausbildung auf hohem Niveau – für Fahrerlaubnis und Zusatzbescheinigungen – europaweit einheitlich gewährleistet werden.

• Die Anforderung an die Sprachkompetenz von Triebfahrzeugführer auf dem Niveau B1 muss erhalten bleiben, solange keine einheitliche Eisenbahnsprache in Europa existiert. Zur Aufrechterhaltung des hohen Sicherheitsniveaus ist es unerlässlich, eine unmissverständliche Kommunikation in der Landessprache zu sichern.

• Die Aufzeichnung der Arbeitszeit jener Eisenbahner, die grenzüberschreitend eingesetzt sind, muss durch ein einheitliches harmonisiertes europäisches System direkt am Zug gewährleistet werden.