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16.07.2024
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Verkehrsbetriebe

Peru: Die Ausschreibung des „Tren Macho“ geht in die Schlussrunde
14.06.2024

 


Die öffentliche Ausschreibung für die Modernisierung der Verbindung von Huancayo nach Huancavelica befindet sich nach Angaben der Agentur zur Förderung privater Investitionen in der Endphase. Auf diese Weise wird Peru eine der modernsten und höchstgelegenen Eisenbahnen der Welt anbieten, die an ihrem höchsten Punkt 3.680 Meter über dem Meeresspiegel liegt.


Die Ausschreibung soll im dritten Quartal dieses Jahres in die Vergabe gehen und in Summe umgerechnet rund 366 Mio. Euro wert sein. Bisher haben sich drei Bieter für die Ausschreibung präqualifiziert, um technische und wirtschaftliche Vorschläge zu unterbreiten und die Finanzierung, den Bau, die Beschaffung von Rollmaterial, den Betrieb und die Instandhaltung der Bahn zu übernehmen.

Im Rahmen der Initiative werden 128,7 km Eisenbahnstrecke modernisiert, um einen sicheren, effizienten und zuverlässigen Verkehrsdienst für die 1,7 Millionen Einwohner der Regionen Junin und Huancavelica zu gewährleisten. Das Projekt wird im Rahmen einer 30-jährigen Konzession vergeben (fünf Jahre für Planung und Bau, 25 Jahre für Betrieb und Instandhaltung) und umfasst die Verbesserung des bestehenden Oberbaus, neues Rollmaterial, fortschrittliche LST-Technik und Sanierung der sieben Bahnhöfe sowie 14 Haltepunkte.

Nach der Wiederaufnahme des Betriebs im März letzten Jahres durften über 28.000 Fahrgäste kostenlos mit dieser Bahn unterwegs sein.

Man nannte ihn früher den Macho-Zug, weil er im Volksmund ein Zug war, der „abfährt, wann er will, und ankommt, wann er kann“. Er ist eine von nur zwei Eisenbahnen in Peru, die sich noch in staatlichem Besitz befinden. Erst in diesem Jahrhundert wurde von Schmal- auf Normalspur umgestellt (obwohl ursprünglich schon in Normalspur begonnen). Die südöstliche Verlängerung bis Cusco war mal angedacht, wurde aber wegen technischer und finanzieller Schwierigkeiten nie realisiert. Die nordwestliche Verlängerung führt nach 125 Kilometern zum Eisenbahnknoten La Oroya, dann Richtung Westen auf einer äußerst anspruchsvollen Route über die Anden nach Lima.