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13.03.2026
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Verkehrsbetriebe

Bayern: Gleisbaumaschine „Katharina die Große“ im Einsatz
27.02.2026

 


Die Sanierungsarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg laufen auf Hochtouren.


Rund 80 Baugeräte sind täglich gleichzeitig im Einsatz – darunter auch eine XXL-Gleisbaumaschine mit dem Namen „Katharina die Große“. Wo sonst Züge mit Hochgeschwindigkeit entlangrauschen, schiebt sie sich ganz langsam, aber stetig über die alten Gleise voran. Die Maschine von Spitzke macht das alte Gleisbett wieder frisch. Momentan ist sie in Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz im Einsatz.

Mit der fast 200 Meter langen und rund 800 Tonnen schweren Maschine wird der Gleisuntergrund erneuert. Alter Schotter wird entfernt, der Boden ausgehoben und die neue Planumsschutzschicht eingebaut, planiert und verdichtet. Anschließend wird das Gleis wieder mit neuem Schotter befüllt. Im Zweischichtbetrieb schaffen die Arbeiter pro Tag so die Bearbeitung von rund 900 Meter Gleis.

Das Gleisbett wird quasi im Fahren erneuert, das macht die Gleisbaumaschine so besonders. 10.000 Tonnen Material laufen an einem Tag über die Fließbänder. 25 Arbeiter kümmern sich gleichzeitig darum, dass bei Katharina alles rund läuft.

Im Rahmen der Bauarbeiten werden bis zum 10. Juli insgesamt 96 Kilometer Gleise sowie 74 Weichen erneuert oder instandgesetzt. Zudem werden 81 Kilometer Oberleitung einschließlich Fahrdraht, Masten und Gründungen modernisiert. Zwei zusätzliche Überleitstellen entstehen, eine weitere wird vorbereitet. Hinzu kommen Dammsanierungen bei Deining und Pölling sowie Arbeiten an einer Brücke bei Burgthann. LST wird modernisiert und ETCS zumindest vorbereitet.

Laut Bahn befinde man sich zurzeit sogar vor dem Bauablaufplan.

Wenn „Katharina die Große“ ihren Job erledigt hat, kommt ihr Nachfolger zum Einsatz und sorgt für neue Schienen: „Heinrich der Starke“, ein 242 Tonnen schwerer Koloss.