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27.09.2021
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Verkehrsbetriebe

Japan: Regierungen erwägen Finanzierung von U-Bahn-Erweiterungen in Tokio
22.07.2021

Von: Metro Report


Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus und der Gouverneur von Tokio haben sich im Prinzip darauf geeinigt, dass die Tokyo Metro Corp. zwei kurze Verlängerungen vorantreiben soll, um die Anbindung im Südosten der Hauptstadt zu verbessern.


Der öffentliche Betreiber hatte zuvor angedeutet, dass er nach der Eröffnung der Fukutoshin-Linie im Jahr 2008 keine weiteren Verlängerungen anstrebt. Ein kürzlich vom Rat für Verkehrspolitik des Ministeriums erstellter Bericht empfiehlt jedoch eine Verlängerung der Yurakucho-Linie von Toyosu nach Sumiyoshi und der Namboku-Linie von Shirokane Takanawa nach Shinagawa. Bei der Besprechung des Berichts mit Verkehrsminister Kazuyoshi Akaba am 15. Juli schlug Gouverneurin Yuriko Koike vor, eine gemeinsame Finanzierung der Verlängerungen zu prüfen. Die Zentralregierung hält nach der Umstrukturierung im Jahr 2004 einen Anteil von 53 % an der größeren der beiden Metrogesellschaften der Hauptstadt, während die anderen 47 % von der Stadt gehalten werden. Die beiden Verwaltungen hatten sich zuvor darauf geeinigt, das Unternehmen vollständig zu privatisieren und ihre jeweiligen Anteile zu verkaufen, um Mittel für Investitionen zu beschaffen. Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie empfiehlt der Bericht, den Anteil der zu verkaufenden Anteile vorerst zu halbieren, und fordert die beiden Regierungen auf, die Erweiterungsprojekte direkt finanziell zu unterstützen.

 

Koike betonte, „dass der Ausbau des Schienennetzes und die Verbesserung der Dienstleistungen wichtig für die nachhaltige Entwicklung Tokios und eine treibende Kraft für das Wachstum Japans als Ganzes sind". Akaba bestätigte seine Unterstützung für die Erweiterungen und fügte hinzu, dass er mit der Hauptstadt zusammenarbeiten wolle, um Tokios internationales Ansehen zu stärken und zu entwickeln.